Dienstag, 26. März 2013

Dinklage: Gebäudebrand – Grosseinsatz für 250 Rettungskräfte – 70 Bewohner evakuiert – Polizei und Feuerwehr retten gehbehinderte Bewohner aus brennenden Haus – Millionenschaden

roh-26_03_2013-1103Gegen 17:30 Uhr wurde der Einsatzleitstelle Vechta “Feuer am Gebäude” in der Dinklager Lindenstraße gemeldet. Nach der Alarmierung der Dinklager Feuerwehr meldeten weitere Anrufer aus dem Gebäudedach schlagende Flammen. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand bereits eine Wohnung in Vollbrand. In der Lindenstraße war die Dinklager Feuerwehr vor einer Woche. Durch schnelles Eingreifen konnte ein Wohnungsbrand verhindert werden. Am Dienstagabend kam die Alarmierung zu spät. Polizei und Feuerwehr konnte 70 Personen retten, jedoch nicht deren Wohnungen.

Es war das gleiche Gebäude wie in der vergangenen Woche. Nach Augenzeugen war es auch die gleiche Wohnung, in der vergangene Woche das Feuer ausbrach, in der am Dienstagabend erneut ein Feuer ausbrach.

Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte die Rauchentwicklung sehen. Stadtbrandmeister Alfred Dinkelmann forderte umgehend Verstärkung aus Lohne, Vechta, Bakum, Brockdorf und Damme an. Mit zwei Drehleiterfahrzeugen, zahlreichen Tanklösch- und Rüstfahrzeugen versuchten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Unter schwerem Atemschutz drangen Feuerwehrkräfte in das Gebäude ein. Nach der Personenrettung begann der Innenangriff, unterstützt durch massive Löschmaßnahmen von außen. Dennoch brannte ein Großteil des Dachstuhls ab. Die 24 Wohneinheiten des ehemaligen Altenwohnheims wurden durch Feuer, Wasser oder Rauch unbewohnbar.

Kein Bewohner wurde dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr und der Polizei verletzt. Die zuerst am Brandort eingetroffene Polizeistreife konnte zwei gehbehinderte, betagte Bewohner aus ihrer Wohnung in der ersten Etage befreien. Die Feuerwehr konnte weitere Bewohner in Sicherheit bringen. Mehrfach wurde das Gebäude durch Polizei und Feuerwehr nach Bewohnern durchsucht.

Frühzeitig wurde für den Rettungsdienst Grossalarm ausgelöst. Zahlreiche Rettungswagen und Notärzte standen am Einsatzort bereit. Unterstützt durch Schnelleinsatzgruppen (SEG) der Malteser, wurden die Bewohner in Sicherheit gebracht. In den Nachbarhäusern fanden viele von ihnen kurzfristig Schutz vor der Kälte. Später wurden sie im Gebäude der Feuerwehr Dinklage aufgenommen. Hier wurden die Bewohner von den Helfern der Schnell-Einsatz-Gruppen, der Feuerwehr und dem Kriseninterventionsteam (KIT) der Malteser betreut und versorgt. Die Nacht verbringen die Bewohner bei Verwandten, Freunden oder im Hotel.

Für die 250 Einsatzkräfte dauerte der Einsatz über Stunden. Die Feuerwehrkräfte litten unter den eisigen Temperaturen, die unter nasser Kleidung noch gnadenloser wirkt. Ein Feuerwehrmann mußte aufgrund von Erschöpfung seinen Einsatz abbrechen. Die Belastungen unter schwerem Atemschutz sind enorm ! Deswegen werden Atemschutzträger im Einsatz intensiv überwacht.

Die Feuerwehrkräfte blieben bis weit in die Nacht am Einsatzort. Malteser und Polizei konnten am späten Abend abrücken.

Zu Schadenshöhe und Ursache können noch keine Angaben gemacht werden. Brandermittler der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta nahmen noch am Abend die Ermittlungen auf.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta:
Am gestrigen Tage gegen 17.27 Uhr kam es zu einem Brand eines Mehrfamilienhauses in Dinklage, LK Vechta.

Aus bislang nicht geklärter Ursache brach das Feuer in der Dachgeschosswohnung einer 38-jährigen Bewohnerin aus, das sich schnell über das gesamte Gebäude ausdehnte.

Durch den schnellen und umsichtigen Einsatz der Rettungskräfte konnten die insgesamt 24 Bewohner des Hauses gerettet und evakuiert werden.

6 Personen wurden durch Rauchvergiftungen leicht verletzt und ins KH Lohne verbracht. 4 ältere Personen verblieben zur Beobachtung über Nacht im KH. Lebensgefahr besteht nicht.

Zur Brandursache kann derzeit nichts gesagt werden. Der Brandort ist derzeit noch beschlagnahmt und wird kriminalpolizeilich untersucht. Allerdings war es am 20.03.2013 bereits zu einem Brand in der Wohnung der Frau gekommen. Das Feuer konnte jedoch im Keim erstickt werden. Auch hier laufen die polizeilichen Ermittlungen.

Der Gesamtschaden dürfte in den Millionenbereich gehen.

Die 38-jährige Bewohnerin der Dachgeschosswohnung galt zunächst als vermisst; sie meldete sich jedoch im Laufe des Vormittags bei der Polizei in Lohne.

Bericht ARD “Brisant”
Bericht NDR “aktuell”
Video auf youtube

Danke für die zahlreichen Einsatzhinweise über SMS, eMail und rohonline !!!
rohonline auf facebook


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