Dienstag, 11. Oktober 2011

Holdorf: Zimmerbrand – Kind lebensgefĂ€hrlich verletzt

roh-11102011-37Als am Dienstagabend gegen 23:15 Uhr der Einsatzleitstelle Vechta ein Zimmerbrand in Holdorf  gemeldet wurde, konnte niemand ahnen wie dramatisch sich dieser Einsatz entwickeln wĂŒrde. Trotzdem alarmierte der Leitstellendisponent neben der Feuerwehr Holdorf auch sofort einen Rettungswagen der Malteser Damme. Ein Umstand, der entscheidend fĂŒr das Leben des schwer verletzten 2-jĂ€hrigen MĂ€dchens sein kann. So konnten zeitnah medizinische Maßnahmen eingeleitet werden.

In einem Reihenhaus in der Dammer Straße in Holdorf wurde ein 36-jĂ€hriger Familienvater gegen 23:15 Uhr durch KnistergerĂ€usche aufmerksam. Im Kinderzimmer seiner 2-jĂ€hrigen Tochter entdeckte der Vater einen Brand, konnte seine Tochter aus dem bereits brennenden Bett retten. Das MĂ€dchen konnte schnell dem Rettungsdienst ĂŒbergeben werden. Die Feuerwehr forderte sofort einen Notarzt fĂŒr die 2-JĂ€hrige an, wĂ€hrend Rettungsassistenten die durch schwere Verbrennungen Verletzte medizinisch versorgten.

Der 16-jĂ€hrige Sohn, zwei weitere Töchter und die Ehefrau konnten sich selbstĂ€ndig aus dem verrauchten Haus retten. FĂŒr den 36-jĂ€hrigen Vater und den 16-jĂ€hrigen Sohn wurden weitere Rettungswagen aus Lohne und Dinklage angefordert. Sie hatten Rauchgase eingeatmet. Ein weiterer Notarzt betreute mit Rettungsassistenten die beiden verletzten MĂ€nner.

Die Feuerwehr Holdorf hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Nach kurzer Zeit war das Feuer gelöscht. Um das stark verrauchte GebĂ€ude zu belĂŒften, wurde ein Großventilator eingesetzt.

Die Einsatzleitstelle Vechta bemĂŒhte sich um einen Rettungshubschrauber, da das lebensgefĂ€hrlich verletzte MĂ€dchen umgehend einer Spezialklinik zugefĂŒhrt werden mußte. Jedoch können nicht alle Rettungshubschrauber bei Nacht fliegen und an jeder Einsatzstelle landen. Der SAR 31 aus Diepholz hĂ€tte, unter gĂŒnstigen UmstĂ€nden,  innerhalb weniger Minuten die Einsatzstelle erreichen können. Dieser Rettungshubschrauber der Bundeswehr konnte sowohl nachts fliegen, wie auch auf dem nahegelegenen Sportplatz landen. Die Feuerwehr Holdorf hĂ€tte den Sportplatz entsprechend ausgeleuchtet.

Aber den SAR 31 gibt es seit Anfang des Jahres nicht mehr. Der Bundeswehr-Rettungshubschrauber wurde abgezogen. Die Notwendigkeit dieses Rettungshubschraubers ist im Landkreis Diepholz weiterhin unbestritten.

Somit mußte der zivile, nachtflugtaugliche Rettungshubschrauber „Christoph Niedersachsen“ aus Hannover diesen Einsatz ĂŒbernehmen. „Christoph Niedersachsen“ braucht allerdings eine Stunde Vorbereitungs- und Flugzeit bis nach Holdorf. Eine zu lange Zeitspanne, ĂŒber die ein lebensgefĂ€hrlich verletztes Kind nicht adĂ€quat in einem Rettungswagen versorgt werden kann. Notarzt und Rettungsassistenten entschieden sich fĂŒr einen sofortigen Transport in die Kinderklinik nach Vechta. Dort wurde das lebensgefĂ€hrlich verletzte Kind Intensivmedizinisch betreut und auf den Hubschraubertransport vorbereitet. Gegen 01:00 Uhr landete „Christoph Niedersachsen“ am Marienhospital in Vechta. Wenig spĂ€ter flog „Christoph Niedersachsen“ dann mit dem Kind in Richtung Hannover, zur Medizinischen Hochschule.

Der schnelle Einsatz der Feuerwehr und das sofortige Mitalarmieren eines Rettungswagens haben die Chancen des verletzten Kindes deutlich erhöht.

Die Freiwillige Feuerwehr Holdorf war mit 3 Fahrzeugen und 18 EinsatzkrĂ€ften vor Ort. Rettungswagen der Malteser aus Damme, Dinklage und Lohne, sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug der Malteser Damme, wurden fĂŒr die medizinische Versorgung der Verletzten eingesetzt. Die Polizei sicherte die Einsatzstelle ab. Brandermittlerinnen der Polizeiinspektion Cloppenburg / Vechta  nahmen in der Nacht erste Ermittlungen auf. Über die Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden.
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